01.02.19

„Ruhe hier!“: Die Trittschalldämmung

In der Gegenwart wichtiger denn je, beim Hausbau darf sie in keinem Fall fehlen und auch bei der Renovierung sollte sie immer zum Einsatz kommen. Und dennoch agiert sie unsichtbar, scheut das Rampenlicht und ist im wahrsten Sinne des Wortes eine leise Akteurin: Die Trittschalldämmung ist an der Naht der Zeit und essentiell für lange Freude am ausgewählten Bodenbelag.

Der Wohnraum ist für jeden ein Ort der Ruhe und Entspannung: Lange Arbeitstage klingen hier aus und gemütliche Stunden sorgen in Wohlfühlambiente für Behaglichkeit. Laute Geräusche und hallende Töne durch Bewegung im Obergeschoss der Nachbarn werden nicht nur als Störung empfunden, sie Schaden auf Dauer auch der Gesundheit und dem Wohlbefinden. Mit der richtigen Trittschalldämmung genießt man ruhige Stunden und kann sich voll und ganz auf die freie Zeit fokussieren.

Trittschalldämmung entsteht mit Hilfe spezieller Produkte wie Dämmunterlagen und –folien, welche zwischen dem Bodenbelag und Untergrund liegen. Sie dämpft das Federn des Fußbodens und damit die entstehenden Geräusche ab.

Ohne Trittschalldämmung wird’s laut – und teuer

Trittschalldämmung ist gerade durch die aktuell hohe Nutzung und Beliebtheit von Laminat, Parkett und Designboden ein wichtiger Aspekt, denn besonders hier können Schuhabsätze bei Laufbewegungen einen ungeheuren Lärm verursachen oder die tobenden Bewegungen von Kindern die Stille unterbrechen.

Fühlen sich Mieter durch Trittschall gestört, kann dies für den Vermieter teuer werden: Je nach Bodenbelag ist er dazu verpflichtet, eine geeignete Dämmung nachträglich einzubauen. Durch entfernen des alten Bodenbelags, installieren von Trittschalldämmung und Verlegung eines neuen Fußbodens geht nicht nur eine Menge Zeit verloren, sondern auch Geld. Bevor das nachträgliche Einbauen einer Trittschalldämmung zum Desaster wird, sollten Sie sich bei Ihrem JOKA-Fachberater kompetent und professionell beraten lassen.

An die richtige Trittschalldämmung muss also früh gedacht werden

Das ideale Ergebnis von Trittschalldämmung wird im Neubau erzielt: Um eine spätere Nachrüstung zu vermeiden ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld Gedanken über die richtige Dämmung des Bodens zu machen, denn je nach Fußbodenbelag wird eine unterschiedliche Trittschalldämmung benötigt.

Teppich besitzt von Natur aus eine gute Schallabsorption und reduziert Laufgeräusche um 25 bis 34 Dezibel. Für andere Bodenbeläge hingegen ist eine Trittschalldämmung unersetzlich: Bei Parkett und Laminat als klassische Holzböden eignen sich am besten Dämmunterlagen aus Polystrol, Kork, Holzfaser und Hanffilz. Designböden, PVC- und CV-Böden liegen am liebsten auf PE-Schaum oder –Folie, wodurch auch hier eine Schallreduzierung von bis zu 30 % erfolgen kann. Den hören zum einen die Nachbarn im Ober- und Untergeschoss nicht mehr, zum anderen auch Sie: Denn die richtige Trittschalldämmung vermindert auch Gehschall.

Und was ist Gehschall?

Häufig verwechselt man Trittschall und Gehschall miteinander, die beiden Begriffe stehen jedoch für unterschiedliche Phänomene: Trittschall ist das Geräusch, das in anderen Räumen durch Bewegung wahrgenommen wird, der Begriff Gehschall bezeichnet hingegen den Schall in den eigenen Räumen.

Die Qualität ist entscheidend

Die Planung der richtigen Trittschalldämmung ist wichtig und sollte professionell ausgeführt werden, denn der Wunschbodenbelag auf der falschen Dämmung ist nicht nur ärgerlich, sondern bringt auch nicht den gewünschten Effekt. Das Hauptaugenmerk sollte im Vorfeld vor allem auf die Qualität der richtigen Unterlage gelenkt werden, um einen höchstmöglichen Schallschutz zu erreichen. Trittschalldämmung aus dem Niedrigpreissegment ist zwar verhältnismäßig günstig, hat aber oftmals eine verminderte Qualität und kann die Kosten durch erneuten Austausch enorm in die Höhe treiben.

Wie teuer die Verlegung einer Trittschalldämmung ist, kommt im Enddefekt auf die Quadratmeteranzahl des Raumes, die Kosten pro Quadratmeter der Trittschalldämmung und den Stundenlohn des Fachhandwerkers an. Eine fachkundige Beratung kann Ihnen Ihr JOKA-Fachberater geben – informieren Sie sich noch heute!

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