05.03.18

JOKA-Athleten bei Olympia: sechs Medaillen in PyeongChang

Es wurde ihnen lange entgegengefiebert und dann begannen sie – und was für einen Verlauf sie nahmen! Nach der Eröffnung am 9. Februar war es JOKA-Biathletin Laura Dahlmeier, die das erste Gold für Deutschland gewann. Doch damit nicht genug: Nur einen Tag später holte Teamkollege Arnd Peiffer die zweite Goldmedaille, ehe Laura Dahlmeier im folgenden Rennen mit Nummer drei den Start in die Olympischen Winterspiele perfekt machte.

Über 90 Nationen traten in mehr als 100 Wettbewerben im wichtigsten Ereignis des Wintersports gegeneinander an und garantierten bis zum 25. Februar hochspannende Momente. Die alle vier Jahre stattfindenden Spiele gelten als der Höhepunkt der Disziplinen im Wintersport. Hier eine Medaille zu gewinnen, ist der Traum eines jeden Athleten. Ein besonderes Highlight ist es dann, wenn eine Goldmedaille im Alter von 24 winkt -  so wie bei Laura Dahlmeier. 

Ein goldener Start

Im ersten Biathlonwettkampf des Wintersportspektakels sicherte sich die sympathische Garmisch-Partenkircherin mit 24,2 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Rang die erste Goldmedaille für die Bundesrepublik. Damit ging für die junge Sportlerin ein lang ersehnter Kindheitstraum in Erfüllung, der nicht zufällig oder durch gute Bedingungen zu Stande kam, sondern harte Arbeit war: Während fast keine ihrer Konkurrentinnen auf eine fehlerfreie Schießleistung blicken konnte, war es Laura Dahlmeiers Name, der am Ende die Null neben sich stehen hatte und dem Sieg damit eine gute Grundlage gab. Sichtlich gelöst und überglücklich kletterte die Sportlerin des Jahres 2017 gegen 21:30 Uhr Ortszeit auf das Podest und nahm ihre erste Olympiamedaille in Empfang.

Auch Vanessa Hinz auf dem fünften Platz und Franziska Hildebrand als Zwölfte boten ebenfalls gute Leistungen im Sprintrennen.

Doch mit der ersten Goldmedaille nicht genug, nur einen Tag später war es Arnd Peiffer, der die deutschen Fans erneut aufjubeln ließ: Überraschend gewann der langjährige Biathlet die erste Disziplin der Herren im Sprint und krönte damit den Start für das deutsche Team. Wie auch Laura Dahlmeier einen Tag zuvor, gelang dem Athleten des WSV Clausthal-Zellerfeld eine fehlerfreie Schießleistung, mit der er den Vorsprung auf die Mitbewerber vergrößern konnte. Und das obwohl das Gewehr kurz vor dem Start noch für Probleme gesorgt hatte. 

Mit Benedikt Doll auf dem sechsten Platz und Erik Lesser als Elften bot die deutsche Herrenauswahl ein starkes Mannschaftsergebnis. 

Als nächstes startete mit dem Verfolgungsrennen die zweite Disziplin der Damen. Laura Dahlmeier ging nach ihrem erfolgreichen Start in die Winterspiele als Favoritin in den Wettkampf. Trotz schwieriger Windbedingungen und eines Schießfehlers baute Laura ihren Vorsprung weiter aus und kam schlussendlich als Erste vor der Konkurrenz aus der Slowakei und Frankreich ins Ziel. Laura Dahlmeier ist damit die erste Biathletin, die während der olympischen Winterspiele sowohl in Sprint als auch in der Verfolgung eine Goldmedaille gewinnen konnte.

Denise Herrmann zog als zweitbeste deutsche Biathletin mit dem sechsten Rang ebenfalls in die Top-Ten ein.

Den Abschluss der ersten Medaillenserie der deutschen Biathleten bildete die Verfolgungsdisziplin der Herren: Benedikt Doll, Sprintweltmeister 2017 und leidenschaftlicher Hobbykoch, lieferte sich ein packendes Rennen mit dem Schweden Sebastian Samuelsson und landete am Ende auf dem dritten Rang. Bronze für ihn und gleichzeitig seine erste olympische Medaille. Arnd Peiffer (achter Platz) und Erik Lesser (elfter Platz) unterstrichen erneut eine starke Leistung des deutschen Teams.

Aller guten Dinge sind drei

Drei Tage später ging es dann wieder in die Loipe – einen Tag später als erwartet. Aufgrund von äußerst schwierigen Windbedingungen wurde das Einzelrennen der Frauen einen Tag nach hinten verschoben. Doch davon ließen sich unsere Damen nicht beirren, allen voran natürlich eine: Laura Dahlmeier. Nachdem sich die junge Biathletin schon in den beiden Rennen zuvor auf dem Podest platzieren konnte, gelang ihr mit ihrem dritten Streich das Unglaubliche! Bronze im Einzel und damit drei Medaillen in drei Rennen. „Das ist absolut nicht normal!", sagte sie im Anschluss. In der Disziplin über 15 Kilometer war es nur die Strafrunde nach dem Schießstand, die ein vielleicht noch besseres Ergebnis verhinderte. Aber Laura lächelte den Schießfehler weg und war am Ende mehr als glücklich – und das ist die Hauptsache. Auch die JOKA-Athletinnen Franziska Preuß (vierter Rang) und Franziska Hildebrand (neunter Rang)  zogen in die Top-Ten ein und sorgten dafür, dass diese von der deutschen Auswahl dominiert wurde. 

Die sechste und letzte Medaille holte die Herrenstaffel im letzten Rennen der Biathlondisziplinen in einem umkämpften Krimi und musste sich nach einem turbulenten Wettkampf nur der Konkurrenz aus Schweden und Norwegen geschlagen geben. Das Quartett, bestehend aus den JOKA Biathleten Erik Lesser, Benedikt Doll und Arnd Peiffer mit Simon Schempp, machte es den mitfiebernden Fans am Schießstand und in der Loipe spannend. Umso erleichternder am Schluss das Bild der jubelnden Athleten auf dem Podest.

Hoch oben im Medaillenspiegel

Nun liegen sie hinter uns: Die neunzehn Tage voller kräftezehrender Disziplinen, sportlicher Ereignisse und spannender Kopf-an-Kopf-Rennen. Rund 2.900 Athleten lieferten sich faire Wettkämpfe auf hochsportlichem Niveau und bescherten uns Zuschauern eine unvergessliche Zeit. Die deutschen Athleten beendeten die Olympischen Winterspiele nach dem Medaillenspiegel als zweiterfolgreichste Nation nach der Mannschaft aus Norwegen, im Biathlon wurde unsere Auswahl sogar zu den erfolgreichsten Teilnehmern. Die JOKA-Athletin und dreifache Medaillengewinnerin Laura Dahlmeier erreichte mit ihren sensationellen Erfolgen sogar den ersten Rang als erfolgreichste Biathletin: Ein unglaublicher Erfolg für die erst 24-jährige Wintersportlerin.

Nachfolgend der Medaillenspiegel unserer JOKA-Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2018:

  • Gold im Sprint, Laura Dahlmeier
  • Gold in der Verfolgung, Laura Dahlmeier
  • Gold im Sprint, Arnd Peiffer
  • Bronze in der Verfolgung, Benedikt Doll
  • Bronze im Einzel, Laura Dahlmeier
  • Bronze in der Staffel, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Benedikt Doll mit Simon Schempp

Wir gratulieren allen Athleten zu ihren sportlichen Leistungen und wünschen nach den anstrengenden Tagen gute Erholung!

 

 

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